Differenzbesteuerung von Silbermünzen

Mit „Junk Silber“ haben Anleger eine preiswerte und unkomplizierte Möglichkeit, Silbermünzen zu kaufen. Und sie profitieren nicht nur durch den Verkaufspreis der Silbermünzen nah am reinen Silberpreis. Sie genießen auch bei der Steuer einen wertvollen Vorteil. Fast immer werden historische Silbermünzen ohne einen sichtbaren Aufschlag durch die Mehrwertsteuer verkauft. Denn die Händler wenden die so genannte „Differenzbesteuerung“ anwenden. Was verbirgt sich dahinter?

Steuern sparen mit der Differenzbesteuerung

Die Differenzbesteuerung ist ein völlig legales Steuerschlupfloch für alle Investoren, die günstig gebrauchte Silbermünzen kaufen möchten. Denn eigentlich wird seit Januar 2014 auf Silbermünzen, die im Inland gekauft wurden, ausnahmslos die volle Mehrwertsteuer von 19 Prozent fällig. Seit dem Wegfall des niedrigen Mehrwertsteuersatzes von 7 Prozent wenden Händler verstärkt von der Differenzbesteuerung auf Silber-Importe aus Nicht-EU-Ländern und beim Ankauf von Silbermünzen von Privatpersonen an.

Unkomplizierte Besteuerung für Händler und Investoren

Wenn Anleger differenzbesteuerte Silbermünzen kaufen, merken sie – abgesehen von einem kleinen Hinweis auf diese Besteuerungsform – nichts. Der Händler hat einen geringen Mehraufwand: Er muss die Umsatzsteuer lediglich auf den Zollwert zahlen und verzichtet auf eine Erstattung der gezahlten Vorsteuer, sondern rechnet diese im Rahmen der Differenzbesteuerung seinem Einkaufspreis auf seinen Verkaufspreis drauf. Beim Weiterverkauf wird die Mehrwertsteuer von 19 Prozent daraufhin nicht mehr auf den vollen Verkaufpreis, sondern nur auf die Differenz zwischen dem Einkaufspreis und dem Verkaufspreis erhoben. Die Folge: Anleger können die Silber Münzen preiswert kaufen und müssen lediglich einen Preiszuschlag von etwa einem Prozent in Kauf nehmen.

Silbermünzen aus Deutschland und der ganzen Welt werden differenzbesteuert angeboten

Die Differenzbesteuerung ermöglicht es Händlern somit nicht nur, „Junk Silber“ aus dem Ausland (also insbesondere die beliebten Junk Silber Münzen aus den USA, Kanada, Australien oder Mexiko) nah am Silberpreis anzubieten. Weil sie „Junk Silber“ aus Europa, insbesondere aus Deutschland, Österreich, Italien oder Niederlande, meist direkt von Sammlern kaufen, dürfen sie auch diese Ware differenzbesteuert anbieten – auch wenn die Münzen nicht aus dem EU-Ausland-stammen. So können praktische alle gängigen Junk Silber Münzen ohne einen Umsatzsteuer-Aufschlag verkauft werden – und wer Silbermünzen kaufen will, bekommt mit Junk Silber das meiste Silber für sein Geld.